SchnurrBart 3 (2013)

30 x 40 cm, Acryl mit Kohle auf Leinwand

Katzen schnurren und tragen empfindliche Bärte. Perfekt verkörpern die geschmeidigen Pelzträger mittels ihrer natürlichen Merkmale das doppeldeutige "Kunst-Wort" "Schnurr-Bart". Mehr noch: des Mannes Stolz wird durch süßliches Schnurren karikiert. Extravaganzen und Eitelkeiten der Bartträger geraten ins Wanken. Sie unterliegen schlicht der Verniedlichung. Herrscherbärte, Künstlerbärte, politisch ambitionierte Bärte, 3-Tage-Bärte, Philosophenbärte bleiben nicht verschont. Ob Mooshammer, Dahli, oder Kaiser-Wilhelm – sie alle unterliegen der schnurrenden Vibration und erscheinen handzahm. Der Bart als vordergründiges Markenzeichen ist ab! Die haarigen Äußerlichkeiten männlich verwegen, lässig-cool, machtgierig, würdevoll, exzentrisch, egomahn, werden sanft und schonend trocken rasiert. Zurück bleibt Mann als das, was er ist: ein beseelter Mensch mit der Chance auf unvergängliche innere Werte – mit oder ohne Bart!
(MIVP, 2014-04-18)

Die Bilder "Schurr-Bart" 1-3 gehören zur Serie "Wort-Spiele" - sinniger Unsinn für Vergnügte.